Namensfindung Reckenberg
Der Reckenberg liegt an der Ems in Wiedenbrück. Er wird im Jahre 1250 erstmals schriftlich erwähnt, als Verwaltungssitz des Fürstbistums Osnabrück. Das Verwaltungsgebiet umfasste damals wesentlich mehr als heute nämlich das gesamte Gebiet Oberems.
Im Laufe der Jahrhunderte in der sich die Namenschreibung leicht veränderte, wurde aus dem Ursprünglichem Redeckenburg, der jetzige Name Reckenberg. Der Name leitet sich ab von dem 5-speichigen Wappenrad des Landesherren (Fürstbistum Osnabrück). Die ursprüngliche Burg wurde im Jahre 1583 umgebaut zu einem Amtshaus.
Auch diese Anlage wurde wesentlich verändert, entsprechend den neuen Ansprüchen im Jahre 1726. Im Jahr 1726 erfolgte auf den alten Fundamenten ein Neubau im schlicht barocken Stil, dem damals typisch barocken Verwaltungsstil. Nach dem Tode des Bischofs ging die Regentschaft an Clemens August, den Landesherrn der 5 Bistümer Köln, Münster, Paderborn, Osnabrück und Hildesheim, über.
Es folgte entsprechend dem Vertrag: "Capitulatio perpetua" nach längerer Vakanz der Herzog von York, 2. Sohn vom König von England, der im Alter von 5-Monaten zum Landesherren erklärt wurde. 1750 erfolgte ein nochmaliger Erweiterungsbau der im Wesentlichen die jetzige Form widerspiegelt.
Der Reckenberg ist urkundlich nachweislich seit 1250 in ununterbrochener Kontinuität Verwaltungssitz und gab der Region den Namen "Amt Reckenberg". Diese Region erstreckte sich auf das gesamte Gebiet Oberems und entspricht dem heutigen Südteil des Kreises Gütersloh.
In Anknüpfung an diese geschichtliche Gegebenheit haben wir Ärzte den Namen "Reckenberg" als neutralen Namen gewählt, der das Gebiet bezeichnet, auf das sich unser Verein erstrecken soll und die jetzigen kommunalen Grenzen überschreitet.